Was Sie über Babymassagen wissen sollten
Massagen sind herrlich. Der ausführliche körperliche Kontakt und die menschliche Nähe tun gut, liebevolle Hände können Sorgen wegstreicheln – das ist jedem Erwachsenen bekannt. Babies können genauso massiert werden, sie dürfen die Liebe und Nähe ihrer Eltern genauso spüren und werden es genießen. Massierte Babies sind entspannt, schlafen leicht ein und fühlen sich zufrieden, sie schreien in der Regel weniger.
Öle, Cremes und Essenzen …
… sind für Babies in der Massage nicht nötig. Erwachsene Haut ist häufig gestresst und brüchig, da ist ein Öl für die Massage empfehlenswert. Die noch unbedarfte und frische Babyhaut braucht diese reichhaltige Pflege eigentlich nicht, allerdings sollten die massierenden Bewegungen entsprechend vorsichtig und zart ausgeführt werden. Wenn tatsächlich ein Massageöl zum Einsatz kommen soll, dann ist auf die Verträglichkeit zu achten. Zusätze wie Konservierungsmittel, Parfüm, Farbstoffe oder Mineralöl sind in Pflegeprodukten für Babies absolut tabu. Geeignet sind leichte Pflanzenöle aus der Küche (Nussöle ohne Zusätze, kaltgepresste Olivenöle) oder die entsprechenden Artikel aus der Babypflege. Viele Babies leiden unter leichten Hautproblemen: In diesem Fall sollte das Massagevergnügen auf jeden Fall mit Kinderarzt oder -ärztin bzw. der betreuenden Hebamme abgesprochen werden.
Gibt es ein Mindestalter für die Baby-Massage?
Nein, ein Mindestalter gibt es nicht. Babies genießen die liebevolle Nähe ihrer Eltern und Geschwister von Geburt an, wollen in der Regel ausführlichen Hautkontakt und lieben es, die Reize am ganzen Körper zu spüren. Für die ganz Kleinen ist es wichtig, dass der Raum bei der Massage ausreichend geheizt ist und das Kind weder hungrig noch müde ist. Größere Kinder können ihre Körpertemperatur bereits selbständig über einen kurzen Zeitraum aufrecht erhalten, der Raum muss also für Kinder von 1 Jahr und älter nicht mehr hochgeheizt werden. Es ist selbstverständlich, dass die Massage nur so lange dauert, wie das Kind es mag – kleinere Kinder werden unter Umständen nach wenigen Minuten schon ungeduldig, größere genießen über eine halbe Stunde oder länger. Massierende Hände sollten sich auch stets der Zartheit des Kindes anpassen. Während Neugeborene und die jüngsten Babies noch eher gestreichelt werden, mögen es Kinder mit 8 Monaten und später durchaus gerne, wenn sie gekitzelt, gekrabbelt und auch etwas fester massiert werden. Bei kleineren Verletzungen wie wundem Po, Kratzspuren auf der Haut und der Nabelklemme ist Vorsicht geboten: Diese Stellen sollten nicht massiert werden.
Gibt es eine spezielle Technik bei der Baby-Massage?
Auch hier heißt es: Nein. Erlaubt ist, was beiden gefällt. Es kommt normalerweise sehr gut an, wenn zuerst die Fußzehen einzeln abgetastet werden, Mamas Daumen über Fußsohlen streicht, den Spann leicht kitzelt und sich sanft über Knöchel, Unterschenkel und Knie nach oben arbeitet. Nach den Beinen kommen Hände und Arme dran, und wenn das Kind gerne auf dem Bauch liegt, dann darf auch der Rücken vorsichtig massiert werden. Sanfte kreisende Bewegungen sollten rechts und links parallel ausgeführt werden, direkt auf der Wirbelsäule bitte nicht massieren. Kleine Bäuchlein werden ebenfalls gerne kreisend gerieben, und zwar in konzentrischen Kreisen um den Bauchnabel herum. Das kann praktischerweise bei den Kleinsten so manchen Wind lösen und damit Bauchweh vorbeugen. Gesicht und Kopf können bei älteren Babies auch massiert werden. Generell gilt, dass Eltern und Kinder ausprobieren sollten, was ihnen gefällt.

