Zeichensprache für Babys

Manchmal geht es auch ohne Schreien – Zeichensprache für Babys

Ein großer Moment des jungen Lebens ist es, wenn das Baby sein erstes Wort spricht. Das kann bereits im Alter von wenigen Monaten passieren, wird allerdings erst ab etwa einem Jahr bewusst vollführt. Bis dahin fällt die Kommunikation zwischen dem Kind und seinen Eltern schwer – nicht jedoch, wenn diese sich der Zeichensprache bedienen.

Es will uns etwas mitteilen

Schon ein Vierteljahr nach der Geburt wird das Kind in der Lage sein, mit Geräuschen umzugehen. So kann es lachen und weinen oder will sich mit simplen Lauten Ausdruck verleihen. Für viele Eltern sind diese jedoch nicht verständlich. So wird der Nachwuchs ein wenig im Zimmer umhergetragen, er bekommt eine Kleinigkeit zu essen oder es werden die Windeln gewechselt. Kurzum, es soll mehr oder weniger durch Zufall ermittel werden, was das Neugeborene eigentlich ausdrücken wollte. Die Kunst der Zeichensprache liegt jedoch im Gegenteil: Hierbei wird versucht, durch festgelegte Handzeichen auf etwas hinzudeuten oder Wünsche sowie Abneigungen zu äußern.

Schwierigkeiten vermeiden

Viele Babys können bereits ab einem Alter von wenigen Monaten ihre Wünsche gedanklich formulieren. Sie sehen etwa ein Spielzeug und wollen es in den Händen halten. Doch fehlt ihnen noch die sprachliche Reife, um dieses Begehren auch auszudrücken. Dem gegenüber verstehen sie jedoch die Worte der Eltern nicht und können mit Fragen oder Aussagen nichts anfangen. Hierbei kommt es meist zu Verständigungsproblemen, die gerade in gereizten Situationen eskalieren können. Um das zu vermeiden, wird schon sehr früh die Zeichensprache benutzt. Dabei kann das Kind zum Beispiel mit einer bestimmten Handbewegung anzeigen, dass es das Spielzeug haben möchte. Ebenso kann es mit dem Finger auf den Mund deuten und damit seinen Hunger signalisieren. Mit einer ablehnenden Geste wird dagegen etwas Ungewolltes verneint.

Wie wird die Sprache erlernt?

Oft sind einige Handzeichen allgemein verständlich und werden auch von Kindern bereits sehr früh verstanden. Dennoch kann es hilfreich sein, nur ganz bestimmte Gesten zu verwenden. Sie sind auf die geringe Motorik des Kindes ausgelegt und können von ihm ohne Schwierigkeiten angezeigt werden. Das tiefere Verständnis hierfür wird idealerweise in entsprechenden Kursen gelegt und verfeinert. In ihnen wird den Eltern auch vermittelt, dass sie stets den Namen des Gegenstandes oder des jeweiligen Wunsches aussprechen sollen. Das Baby verbindet damit zu einem sehr frühen Zeitpunkt das akustische Signal mit einer Sache und diese wiederum mit einem Handzeichen. Aus diesen Gebärden entwickelt sich in vielen Fällen das Sprachzentrum weitaus schneller als wenn auf eine Kommunikation verzichtet würde.