Beim Babyschwimmen

Fast wie in Mamas Bauch – Beim Babyschwimmen

Mit der Geburt tritt ein Baby sprichwörtlich in eine neue Welt. Denn zuvor war es die Enge, die Wärme und das Wasser des Mutterbauches gewöhnt. Zumindest die Wärme und Geborgenheit vermitteln die Eltern ihm in den kommenden Monaten. Auf das Wasser wird dagegen meist verzichtet. Das jedoch zu Unrecht.

Das Element des Lebens

Die Nähe zum Wasser wohnt eigentlich allen Lebewesen inne. Umso überraschender ist es, dass das Element für Neugeborene nur geringfügig eingesetzt wird. Dabei lehren uns andere Naturvölker das Gegenteil, wenn sie ihren Nachwuchs schon sehr früh in die See mitnehmen und ihn dort reinigen und eine neue Erfahrung sammeln lassen. Mittlerweile ist auch die Wassergeburt eine Möglichkeit der Entbindung. Hierbei entschlüpft das Kind nicht dem Mutterleib in die vermeintlich kalte Welt, sondern wird im angenehm temperierten Nass geboren. Allerdings ist davon abzuraten, das Babyschwimmen tatsächlich schon zu einem derart frühen Zeitpunkt abzuhalten.

 

Erst schwimmen, dann laufen

Etwa mit drei Monaten kann sich das Baby alleine im Wasser bewegen. Zu einem Zeitpunkt also, da es noch nicht krabbeln kann und auch Schwierigkeiten beim Sitzen hat. Insofern kommt dem Schwimmen die Funktion zu, alle Teile des Körpers zunächst spürbar werden zu lassen. Das Neugeborene bekommt ein Gefühl für seine Fähigkeiten, es erlernt das erste Fortbewegen und auch bereits das Gefühl der Schwerelosigkeit. Damit kann es seine motorischen Eigenschaften ausbilden. Zudem wirkt das Babyschwimmen auf das Unterbewusstsein ein, wenn es die Bindung zwischen den Eltern und ihrem Kind vertieft. Es entsteht hierbei ein belastbares Vertrauen zu den Erwachsenen, auf das das Kind später bauen kann. Gleichzeitig lernen die Eltern ein frühes Loslassen, das hier sogar bildlich verstanden werden darf: Das Baby wird nicht untergehen.

Geeignete Angebote finden

Jedoch ist es meist nicht leicht, sich dem Babyschwimmen anzuschließen. Gerade kleinere Städte verfügen nicht über solche Bäder. Allerdings kann ein Kinderarzt über die Möglichkeiten aufklären und eine geeignete Gruppe nennen. Dieser sollte wenigstens ein kompetenter Therapeut vorstehen, der die ersten Anleitungen gibt. Denn das Kind soll nicht sich selbst überlassen werden, sondern gemeinsam mit den Eltern die ersten gymnastischen Bewegungen vollführen. Um mehr geht es übrigens nicht, darum wird auch kein Schwimmunterricht gelehrt. Lediglich das Gefühl für den Körper soll dem Kleinkind vermittelt werden. Das Wasser ist dazu idealerweise warm temperiert, beinhaltet aber nur eine kleine Menge Chlor. Die Badezeit sollte 30 Minuten nicht übersteigen, da das Neugeborene ansonsten sehr schnell friert – und dabei verbindet es mit dem Element eher Wärme und Geborgenheit