Baby knüpft erste zarte Kontakte
Ein großer Moment ist es, wenn das Baby nicht mehr nur liegen muss oder sich im Kinderwagen kutschieren lässt, sondern erstmals auf allen Vieren durch die Wohnung krabbelt. Hiermit erweitern sich die Möglichkeiten des Juniors, der nun sein Körpergefühl wahrnimmt und kleine Strecken alleine bewältigen kann. Beim Ausloten der Fähigkeiten wird allerdings eine Krabbelgruppe sehr hilfreich sein.
Gemeinsam etwas erleben
Der Sinn solcher Gruppen liegt darin, dass die Kleinkinder ein Gespür für ihresgleichen bekommen. Sie werden erstmals bewusst mit anderen Neugeborenen in Kontakt gelangen. Das hat natürlich positive wie negative Folgen, alle von ihnen sind jedoch gewollt. Denn auch aus Konflikten sollen die Kleinen lernen. Sicherlich gibt es dort einmal Streit um den Ball und hier sind sich zwei nicht grün. Diese Situationen lassen sich aber leicht beheben und halten für den Nachwuchs wichtige Lektionen bereit. Daneben macht es indessen Spaß, gemeinsam mit anderen kleinen Würmern in der Krabbelgruppe einige Erfahrungen zu sammeln und bei den ersten Schritten nicht gänzlich alleine zu sein.
Auch für die Eltern hilfreich
Doch nicht nur die Kinder profitieren hiervon. Oft sitzen die Eltern gemeinsam zusammen und beobachten den Nachwuchs bei seinem bunten Treiben. Dabei lässt sich natürlich auch gut über die Probleme reden, die allen Erwachsenen hier bekannt sind: Das Baby will nicht einschlafen oder essen, es hat diese und jene Krankheiten oder verhält sich auffällig. Wer hier den anderen Müttern und Vätern ein wenig auf die Finger schaut oder ihren Schilderungen lauscht, kann in vielen Fällen selbst noch etwas lernen und sitzt für eigene Fragen natürlich direkt an der Quelle der besten Antworten. Nicht selten entwickeln sich aus solch einer Krabbelgruppe Freundschaften bei Kindern und Erwachsenen, die für lange Zeit anhalten.
Wo lässt sich eine Gruppe finden?
Es kann nur für jede Stadt individuell geschaut werden, inwiefern ein solches Angebot besteht. In vielen Fällen sind es die Kirchen oder gemeinnützigen Vereine, die eine Krabbelgruppe ins Leben rufen. Näheres kann bei Hebammen, dem Kinderarzt oder dem Krankenhaus erfragt werden. Es schadet ebenso wenig, wenn sich einige Eltern selbst zusammenschließen und die Kleinen mal in diesem und mal in jenem Haus krabbeln lassen. Hier ist die Atmosphäre ohnehin privater und die Kontakte können schneller vertieft werden. Im Idealfalle lässt sich ein solches Treffen auch mit einem gemeinsamen Essen verbinden. Doch egal, welcher Weg gewählt wird. Sowohl für die Kinder als auch die Eltern ist der Austausch in den ersten Monaten nach der Geburt stets wichtig.