Frühförderung in einem angemessenen Rahmen
Eigentlich ist der Weg des Kindes schon früh vorgezeichnet: Erst besucht es die Krippe, dann den Kindergarten und letztlich die Schule. Diese Möglichkeiten dürften normalerweise ausreichen, die vorhandenen Fähigkeiten herauszubilden und zu verbessern. Doch immer mehr Eltern setzen auf eine weitere Maßnahme, um dem Nachwuchs noch mehr Talente zu verleihen.
Frühförderung – der frühe Weg zum Erfolg
Es wurde über Jahrzehnte belächelt, wenn etwa asiatische Mütter schon vor der Geburt begannen, das werdende Leben mit Musik zu unterhalten, ihm Geschichten vorzulesen oder es anderweitig zu fördern. Doch ist damit tatsächlich ein Vorteil verbunden. Insbesondere dann, wenn auch das Neugeborene auf ähnliche Weise in den Genuss von Bildung kommt. So ist bekannt, dass es in den ersten Lebensjahren vermehrt zur Bildung von Zeitfenstern kommt. In ihnen kann der Nachwuchs effektiver und somit besser lernen als in den späteren Jahren.
Eine Kontroverse ohne Ergebnis
Allerdings ist bei alledem fraglich, was es dem Kind tatsächlich nützt. Grundsätzlich ist es zwar schön, wenn es bereits im Alter von drei Jahren die englische Sprache in den Grundzügen erlernt und später akzentfrei sprechen kann. Aber damit wird auch ein Weg beschritten, der den Nachwuchs konsequent an das Lernen heranführt. Kleinkinder benötigen viel Schlaf und Ruhe. Sie sollten nicht vermehrt in Schulungskursen sitzen müssen, die sie auf das spätere Leben vorbereiten. Sicherlich ist nichts gegen eine Frühförderung einzuwenden, wenn diese in einem überschaubaren Rahmen durchgeführt wird. Alles andere wäre aber zu viel des Guten und würde den Freiraum der Kleinen beeinträchtigen. Gerade diesem kommt jedoch ebenso eine lehrreiche Funktion zu.

