Die erste Löffelmahlzeit
Ihr Baby hat eindeutig klar gemacht, dass es etwas essen möchte und nicht mehr nur vom Stillen satt wird? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, wo die erste Mahlzeit vom Löffel gefüttert werden kann. Die Wahl des richtigen Löffels ist eine von vielen Entscheidungen, die man treffen muss. Manche Babys bevorzugen bestimmte Farben oder Formen, aber hier gilt, wie bei allem, was die Mahlzeiten ihres Babys angeht: Sie sind der Chef!
Meistens benutzt man einen kleinen Plastiklöffel (ähnlich wie ein Eierlöffel). Der Grund für die Wahl von Plastik ist übrigens nicht, dass Babys keine Metalllöffel mögen würden oder sich daran verletzten könnten (manchmal sind schlecht verarbeitete Plastiklöffel scharfkantiger als Metall), sondern dass bei einem Plastiklöffel nicht die Gefahr besteht, beim Rühren und Füttern das Gläschen zu beschädigen, wodurch kleine Splitter in die Nahrung gelangen könnten.
Auf dem Speiseplan
Nun stellt sich natürlich die Frage, was man seinem Kind als erstes zu Essen anbieten möchte. Der Handel macht es einem da nicht einfach. Auf den Gläschen ist meistens das Alter des Babys angegeben, jedoch gibt es sogar „Mahlzeiten“ wie Schinkennudeln oder Brei mit Babykeks-Geschmack oder Huhn mit Reis und Gemüse für die Altersklasse ab 4 Monaten. Von solchen Mahlzeiten, die wohl eher nach dem Geschmack der Erwachsenen gemacht sind, ist für die ganz Kleinen dringendst abzuraten. Denn Fleisch oder verschiedene Gemüsearten auf einmal oder Brei mit verschiedenen Stärkearten und Zucker (!) sind nichts für den Essanfänger! Zucker schädigt die ersten Zähnchen schon, bevor sie überhaupt raus gekommen sind und die verschiedenen Zutaten solcher Menüs können für Babys Verdauung einfach zu viel sein. Außerdem lassen sich so nur schwerlich die Ursachen für eine Allergie isolieren, bei vielen verschiedenen Zutaten kann man nicht im Nachhinein sagen, woran es nun gelegen hat.
Konservativer Geschmack
Am Besten beginnt man mit einer Gemüsesorte pur. Gerne genommen werden Frühkarotten. Ihr leicht süßlicher Geschmack erinnert das Baby an das Süße der Muttermilch und Möhren wird nachgesagt, weder blähend noch stopfend zu wirken. Als Alternative empfehlen sich Pastinaken. Wenn das Baby das nicht verträgt und doch Verstopfung bekommt, empfiehlt sich als Alternative Obst zu geben, am besten Birne oder Pfirsich. Obst ist allerdings wiederum sehr süß und sollte daher nicht ausschließlich und zu häufig gefüttert werden, damit sich der Geschmack des Kleinen nicht zu sehr auf süß „einschießt“.
Zunächst sollte man ruhig bei nur einer Sorte bleiben, vorausgesetzt es wird gut vertragen. Denn Babys sind konservativ und zu viel Abwechslung will es gar nicht. Auch hier handelt es sich um ein Bedürfnis von uns Erwachsenen, das wie so häufig fälschlicherweise auf das Baby projiziert wird.


Mathilda