Jetzt will ich essen!
Irgendwann ist es dann so weit. Vielleicht sitzt ihr Baby in seinem Hochstühlchen mit am Tisch, wo es Ihnen beim Mittagessen immer Gesellschaft geleistet hat, es hat eine Stunde vor Ihnen die letzte Mahlzeit bekommen und hat ein Fläschchen mit Wasser bei sich stehen, nach dem es sonst immer greift, etwas trinkt oder auf seinem Beißring, den sie ihm hingelegt haben, herum kaut. Aber heute ist irgendetwas anders. Das Fläschchen und der Beißring sind schon mehrfach zu Boden geworfen worden. Ihr Baby haut mit den Händen auf den Tisch und beobachtet jede Bewegung, die sie machen.
Auf einmal interessant
Das Essen auf ihrem Teller verschlingt ihr Baby mit den Augen, seine kleinen Kiefer bewegen sich mit, wenn sie kauen und immer wieder rutscht es in seinem Stühlchen hin und her, wirft demonstrativ seine Spielsachen weg und fängt irgendwann auch an zu quengeln. Sie sind verwundert, denn normalerweise wartet ihr Baby immer ruhig ab und beschäftigt sich selbst, während sie essen. Was will es denn auf einmal? Wenn es dann auch noch versucht nach Mamas oder Papas Teller zu greifen ist die Sache eindeutig. Das Baby möchte essen! Und zwar keine Milch aus Mamas Brust oder der Flasche, sondern richtiges Essen, am liebsten das, was auch Mama und Papa und die Geschwister auf dem Teller haben.
Langsam anfangen
Vom Teller der anderen Familienmitglieder sollte das Baby zunächst nicht mit essen. Denn das Essen, das wir zu uns nehmen, ist für Babys jungfräulichen Gaumen und Magen viel zu stark gewürzt. Salz, Zucker und Gewürze sind nicht gesund fürs Baby. Wenn sie kochen, versuchen sie mal ein paar Möhrchen ohne Salz weichzukochen und sie dem Baby anzubieten. Sie sollten sie allerdings mit ein wenig Öl beträufeln, am besten Rapsöl. Nur so können die Vitamine vom Körper aufgenommen und verwertet werden. So eine weichgekochte Karotte kann ihr Baby schon essen. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass das Gemüse ganz weich ist, damit Baby sich nicht an einem harten Stück verschlucken kann.
