Wenn Stillen nicht möglich ist
… muss heutzutage zum Glück kein Baby hungern. Inzwischen gibt es zahlreiche Hersteller für Milchpulver, das eine gute Alternative zur Muttermilch bietet. Natürlich ist die Muttermilch das Beste für ihr Baby, das bestreiten selbst die Hersteller der Ersatznahrung nicht, es gibt einfach keine individueller abgestimmte und den Bedürfnissen ihres Kindes besser angepasste Ernährung für’s Baby als die Milch der eigenen Mutter.
So viele Meinungen wie Babys
Nicht immer kann man aber stillen, aus medizinischen Gründen, weil Mama wieder arbeiten geht oder weil die Milchproduktion nicht richtig in Gang kommt. Manche Mütter wollen auch einfach nicht stillen. Ich habe schon von Müttern gehört, dass sie nicht stillen wollen, weil sie beim ersten Anlegen in der Klinik schon fanden, dass es zu weh tut Auch aus Eitelkeit und weil sie ihr Brustgewebe nicht strapazieren wollen, verzichten viele Frauen darauf, ihr Kind zu stillen.
Jede Mutter muss das für sich selbst entscheiden. Medizinisch gesehen ist eine Entscheidung gegen das Stillen nicht dramatisch zu werten. Trotzdem gibt es auch sehr drastische Ansichten dazu. Meinungen über den unerlässlichen Nutzen der Muttermilch stehen dem Argwohn über gestillte Kleinkinder gegenüber und Argumente gibt es auf jeder Seite reichlich. Entwicklungspsychologisch wie ernährungswissenschaftlich gibt es mehr Pro- und Contra-Meinungen als man in einer Diskussion vorbringen könnte.
Zwei Ernährer sind besser als Einer
Ein Vorteil der Milchpulverernährung ist in jedem Fall, dass so nicht die Mutter alleine für die Ernährung des Neugeborenen zuständig sein muss. Gerade in der ersten Zeit kann man sich mit der Zubereitung der nächtlichen Mahlzeiten und dem Füttern abwechseln, gesetzt den Fall, der frisch gebackene Vater ist bereit dazu und hat sich vielleicht sogar Elternzeit genommen, so dass er seine Nachtruhe mit opfern kann. Auch der Wiedereinstieg ins Berufsleben kann für die Mutter einfacher sein, wenn das Kind gewohnt ist, seine Mahlzeiten mal von dem einen, mal vom anderen Elternteil zu bekommen.
Welches Milchpulver man seinem Baby füttert, muss man selbst entscheiden. Die Auswahl ist riesig. Neben den bekannten Markenhersteller, gibt es auch die ein oder andere Billigmarke. Wichtig ist es, die Zutatenliste zu lesen und miteinander zu vergleichen. Eigentlich sind aber gerade bei der Pre-Milch (die das Baby als erstes bekommt) die Vorgaben streng. Erst bei der darauf folgenden 1er und 2er Folgemilch variieren die Zutaten, insbesondere die Zugabe von Zuckerarten.
Einfach Grundsätzliches
Allergiegefährdete Babys sollten immer Nahrung mit dem Zusatz „HA“(Hypoallergen) auf der Packung bekommen. Die Zubereitungsanleitung sollte immer genau eingehalten werden und wichtig ist auch, dass Flaschen und Sauger nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Ein Sterilisator ist nicht unbedingt nötig, denn wirkliche Sterilität gibt es – Insbesondere im heimischen Haushalt – streng genommen gar nicht.